Passform & Messen
WC-Sitz ausmessen: So findest du in 2 Minuten den passenden Sitz
Marke, Modell, Lochabstand und Form – so misst du deinen WC-Sitz richtig aus und findest garantiert den passenden Ersatz. Mit Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Fachlich geprüft von Julia Hartmann · Fachredakteurin — Passform-Verifikation & Qualitätssicherung
Kurz beantwortet
Auf einen Blick
| Wichtigstes Maß | Lochabstand |
|---|---|
| Häufigste Werte | 155 mm & 180 mm |
| Messmethode | Mitte zu Mitte |
| Werkzeug | Zollstock / Maßband |
| Dauer | ca. 2 Minuten |
| Sicherste Methode | Marke + Modell |
1. Marke & Modell deines WCs finden
Der schnellste Weg zum passenden Sitz führt über die Keramik. Schau oben auf das WC-Becken, in den Bereich zwischen den beiden Schraublöchern – dort ist bei den meisten Herstellern die Marke eingeprägt oder aufgedruckt (zum Beispiel Geberit, Villeroy & Boch, Duravit oder Ideal Standard).
Die genaue Modellbezeichnung findest du an einer dieser Stellen:
- auf der ursprünglichen Rechnung oder im Lieferschein,
- eingestempelt oder eingebrannt unter dem Deckel bzw. am hinteren Rand der Keramik,
- in der Montageanleitung, die dem WC beilag.
Notiere dir Marke und Modell – damit ist der Sitz in den allermeisten Fällen eindeutig bestimmt, ganz ohne Messen.
2. Lochabstand richtig messen
Der Lochabstand ist das wichtigste Maß. Gemessen wird von der Mitte des einen Befestigungslochs zur Mitte des anderen – immer in Millimetern und immer von Mitte zu Mitte, nicht von Rand zu Rand.
Bei deutschen und europäischen WCs sind zwei Werte mit Abstand am häufigsten:
- 155 mm – der Standard bei vielen modernen, schmaleren Keramiken,
- 180 mm – verbreitet bei älteren und breiteren Modellen.
So ordnen sich die beiden Standardmaße in unserer herstellerverifizierten Datenbank ein:
| Lochabstand | Typische Keramik | Typ. Keramikbreite | Beispielserien im Katalog |
|---|---|---|---|
| 155 mm | moderne, schmalere Becken | ca. 355–360 mm | Geberit Renova, V&B O.novo, Ideal Standard Eurovit |
| 180 mm | ältere / breitere Modelle | ca. 360–375 mm | V&B Subway, V&B Venticello, Roca Meridian |
Miss lieber zweimal nach. Ein Millimeter Ungenauigkeit ist unkritisch, aber wer 155 mit 180 mm verwechselt, bestellt den falschen Sitz.

3. Die Form der Keramik bestimmen
Neben dem Lochabstand entscheidet die Kontur deiner Keramik über die Passform. Vergleiche die Umrisslinie deines WCs von oben mit den gängigen Formen:
- D-Form – vorne rund, hinten gerade, die häufigste moderne Form,
- Oval – klassische, gleichmäßig gerundete Kontur,
- Rund – kompakt und kurz,
- Eckig – kantige, gerade Linien.
Am einfachsten legst du ein Blatt Papier auf den Rand und zeichnest die Außenkante nach – so erkennst du die Form eindeutig und kannst sie im Finder auswählen.
4. Befestigung: von oben oder von unten?
Sieh dir an, wie der alte Sitz montiert ist. Es gibt zwei Systeme:
- Befestigung von oben (top-fix) – die Schrauben werden von oben durch die Keramik gesteckt und von oben festgezogen. Nötig, wenn du unter das Becken nicht herankommst, etwa bei wandhängenden WCs.
- Befestigung von unten (bottom-fix) – klassische Flügelmuttern, die du von unten anziehst.
Bei wandhängenden WCs ist die Unterseite meist nicht erreichbar – hier brauchst du einen Sitz, der sich von oben montieren lässt. Diese eine Angabe entscheidet mit darüber, ob ein Sitz überhaupt montierbar ist.
5. Vorsicht Falle: die Spültaste verrät nicht die Keramik
Bei einem Unterputz-Spülkasten sitzt vorne an der Wand nur die Drückerplatte. Sie trägt die Marke der Spülung – zum Beispiel Geberit, Grohe oder TECE – und sagt nichts über den Hersteller der Keramik aus.
Für den WC-Sitz zählt ausschließlich die Keramik. Geh deshalb immer nach dem WC-Becken selbst, nie nach der Drückerplatte. Wer sich hier verlässt, landet schnell beim falschen Sitz.
6. Sicher gehen: herstellerverifizierte Passform
Damit du dich nicht auf dein Maßband allein verlassen musst, haben wir bei Seaturo eine Passform-Datenbank aus Originalunterlagen der Hersteller aufgebaut: Maße, Lochabstand, Form und Befestigung stammen aus Maßzeichnungen und technischen Datenblättern – nicht aus Schätzungen.
Wähle im Sitz-Finder einfach Marke und Modell deines WCs. Wir zeigen dir dann nur Sitze, die garantiert passen. Und falls doch einmal etwas nicht passt: Die Rücksendung ist kostenlos.
Häufige Fragen
Wie messe ich den Lochabstand am WC richtig?
Miss von der Mitte des einen Befestigungslochs zur Mitte des anderen, in Millimetern. Nicht von Rand zu Rand messen. Bei deutschen WCs kommen fast immer 155 mm oder 180 mm heraus.
Welcher Lochabstand ist bei deutschen WCs üblich?
Am häufigsten sind 155 mm (moderne, schmalere Becken) und 180 mm (ältere, breitere Modelle). Beide gelten als Standardmaße.
Woran erkenne ich Marke und Modell meines WCs?
Die Marke steht meist auf der Keramik zwischen den Schraublöchern. Das Modell findest du auf der Rechnung, in der Montageanleitung oder eingestempelt unter dem Deckel bzw. am hinteren Keramikrand.
Auf der Drückerplatte steht „Geberit“ – ist mein WC von Geberit?
Nicht unbedingt. Die Drückerplatte gehört zur Spülung (Unterputz-Spülkasten) und nennt nur deren Hersteller. Für den WC-Sitz zählt allein die Marke der Keramik.
Was mache ich, wenn ich Marke oder Modell nicht finde?
Dann geht es über die Maße: Bestimme Form und Lochabstand und suche im Sitz-Finder „nach Maß“. So findest du auch ohne Modellnummer passende Sitze.
Passt der Sitz dann wirklich garantiert?
Wenn du Marke und Modell wählst, zeigen wir nur herstellerverifiziert passende Sitze – die Angaben stammen aus Originalunterlagen der Hersteller. Sollte doch etwas nicht passen, ist die Rücksendung kostenlos.
Quellen & Belege
So arbeiten wir
- Herstellerverifizierte Passform-Datenbank mit aktuell 123 geprüften Passformen – jede Angabe geht auf ein Originaldokument zurück.
- Alle Maße stammen aus Originalunterlagen der Hersteller (Maßzeichnungen, technische Datenblätter) – nicht aus Schätzungen.
- Passt ein Sitz doch nicht, ist die Rücksendung für dich kostenlos.
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Autor
Michael BergerSanitär-Redakteur & Produktexperte
Michael recherchiert für jeden Ratgeber die Originalquellen der Hersteller – Maßzeichnungen, Lochabstände und Befestigungsarten – und übersetzt sie in verständliche Kaufberatung. Er hat die Seaturo-Passform-Datenbank mit aufgebaut, in der jede Angabe auf ein Herstellerdokument zurückgeht. So entstehen Ratgeber, die nicht raten, sondern belegen.

Fachlich geprüft von
Julia HartmannPrüft jede fachliche Angabe gegen Herstellerdokumente und verantwortet die „Passt garantiert“-Verifikation.